Universalprüfmaschinen besitzen in der Regel zwei mechanische Träger, die zur Befestigung von Kraftmessdosen, Aufnahmevorrichtungen und Einspannklemmen dienen. Der unbewegliche Träger wird als Querhaupt bezeichnet, und der sich nach oben oder unten bewegende Träger ist die Traverse. Die Traverse verbindet bei elektromechanischen Prüfmaschinen die drehbaren Spindeln (i. allg. eine, zwei oder vier) miteinander und kann auch zur Befestigung von Zusatzgeräten wie z.B. speziellen Dehnungsmesssystemen genutzt werden.

Bei hydraulischen Prüfmaschinen für dynamische oder Hochgeschwindigkeitsprüfungen ist die Traverse in der Regel direkt mit dem Hydraulikzylinder verbunden.

Die Geschwindigkeit mit der sich die Traverse bewegt, wird als Traversengeschwindigkeit bezeichnet und entspricht damit einem Basisregelkreis der Universalprüfmaschine. Das bedeutet, dass die Geschwindigkeit unabhängig von der Prüfkraft konstant bleiben muss.
Man unterscheidet prinzipiell in elektromechanische Universalprüfmaschinen für quasistatische Prüfungen und servohydraulische Prüfmaschinen für dynamische bzw. schwingende Beanspruchung oder Hochgeschwindigkeitsversuche, wobei auf dem Markt auch Hybridsysteme angeboten werden.

   
Materialprüfmaschine    Traversengeschindigkeit
Quasistatische Prüfung        10-3 mm min-1 bis 1000 mm min-1
Schnellzugprüfung    5 m s-1 bis 80 m s-1


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