Die Quantifizierung der Zähigkeitseigenschaften mit Hilfe des Schlagbiegeversuches in DYNSTAT-Anordnung wird bevorzugt dann angewendet, wenn nur geringe Materialmengen zur Verfügung stehen (z.B. bei der Bauteilprüfung). Dabei wird in der DIN 53435 zwischen der Prüfung von ungekerbten Prüfkörpern in der Biegeanordnung (DB – G) und der Prüfung von gekerbten Prüfkörpern in der Schlagbiegeanordnung (DS – K) unterschieden. Die Schlagzähigkeit an bzw. die Kerbschlagzähigkeit ak wird nach  folgenden Gleichungen ermittelt:


Im Bild ist schematisch die Schlagbiegeanordnung eines ungekerbten Prüfkörpers dargestellt.

Schlagbiegeanordnung DS – K zur Ermittlung der Zähigkeit unter Nutzung der DYNSTAT-Anordnung

Die für den Versuch möglichen Pendelhammerenergien sind 0,2 J, 0,5 J, 1,0 J und 2,0 J bei einer Auftreffgeschwindigkeit des Pendelhammers von 2,2 m/s. Die Prüfkörper werden spanend aus dem Formteil (Fertigteil) hergestellt. Alle Oberflächen und Kanten dürfen beim Betrachten mit dem bloßen Auge keine Beschädigungen und Fehlstellen erkennen lassen. Gegebenenfalls müssen durch Schleifen (Körnung 220 oder feiner) und anschließendes Polieren entstandene Riefen in Längsrichtung beseitigt werden.

Die Abmessungen des rechteckigen Querschnitts der ungekerbten Prüfkörper sind Länge l = (15 ± 1) mm, Breite b = (10 ± 0,5) mm und Dicke h = 1,2 – 4,5 mm. In die Prüfkörper wird ein U-Kerb (0,8 ± 0,1 mm) quer, d.h. senkrecht zur Stabachse eingesägt, eingehobelt oder eingefräst. Dabei ist die Kerbtiefe so zu wählen, dass der Restquerschnitt 2/3 des ursprünglichen Querschnittes beträgt. Der Prüfkörper wird kraftschlüssig senkrecht eingelegt, wobei die Einleglänge lE 5,5 ± 0,1 mm beträgt.

Literaturhinweise




Klicken Sie den Link für mehr Informationen