Ein Bauteilversagen (siehe Bild) tritt dann auf, wenn das Eigenschaftsprofil des Werkstoffes (physikalische, mechanische, thermische und chemische Eigenschaften) nicht mit dem Anforderungsprofil des Bauteils übereinstimmt. 



Bild: Gewaltbruch eines Rohres aus Polyamid
Schäden an Bauteilen aus Kunststoffen treten meist in Form von Deformationen, Rissbildungen, Verfärbungen und Brüchen auf, wobei eine der häufigsten Versagensursachen der Sprödbruch – das katastrophale Versagen des Bauteils – ist. Der Sprödbruch wird durch verschiedene Einflussfaktoren, die sowohl einzeln als auch komplex auftreten können, begünstigt. Zu nennen wäre hier die chemische Zusammensetzung und die Werkstoffmorphologie, die Bauteilgeometrie und evtl. vorhandene Ungänzen und Risse, die Beanspruchungsart und -geschwindigkeit und der auftretende Spannungszustand sowie die Temperatur und die das Bauteil umgebenden Medien.

Bei einem Bauteilversagen infolge mechanischer Beanspruchung lassen sich zwei Versagensursachen unterscheiden:




Zur Verminderung des Bauteilversagens ist eine enge Verzahnung zwischen Werkstoffauswahl, Konstruktion, Verarbeitung und Einsatz von Kunststoffbauteilen erforderlich. Die daraus resultierenden möglichen Einflussgrößen auf das Versagensverhalten der Bauteile müssen herausgearbeitet werden, wobei eine mechanische Beanspruchung grundsätzlich beteiligt ist, aber nicht immer schadensursächlich
wirksam sein muss. Die mechanische Beanspruchung kann somit die eigentliche Schadensursache sein oder aber als Indikator für eine andere Schadensursache wirksam werden.

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