Ortsaufgelöste NMR-Spektroskpie wird auch als NMR-Bildgebung oder MRI (engl. magnetic resonance imaging) bezeichnet und vorrangig als bildgebendes diagnostisches Verfahren unter dem Begriff MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) in der Medizin eingesetzt.

Die Vorteile der Methode wie die zerstörungsfreie Untersuchung der Probe, die beliebige Wahl der Schnittebene und die Vielzahl von Kontrastmöglichkeiten beim Erzeugen der Bilder erlauben auch eine vielfältige Anwendung auf dem Gebiet der Materialforschung.

Ortsaufgelöste Untersuchungen dienen der Sichtbarmachung von Inhomogenitäten in Struktur und Dynamik polymerer Materialien. Materialdefekte können bestimmt und die Qualitätssicherung mittels NMR-Bildgebung durchgeführt werden. Dynamische Prozesse wie chemische Reaktionen, Aushärtungsverhalten, Separation sowie Diffusions- und Quellungsexperimente können zeitlich und räumlich verfolgt werden. Volumenselektive Untersuchungen an physikalisch und thermisch gealterten Proben wie gummielastischen Materialien sowie an biologischen Geweben und Präparaten geben Einsicht in die Morphologie.

Folgende Kerne können detektiert werden: 1H, 2H, 19F. Untersucht werden vorzugsweise Elastomere und. „weiche“ (molekular gut bewegliche) Kunststoffe, Materialverbunde, Fasern, Folien sowie biologische Materialien.

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