Die hochauflösende NMR-Spektroskopie in Lösung liefert sehr schmale Resonanzlinien, deren exakte Lage und Feinstruktur durch die chemische Umgebung der Kerne beeinflusst wird.
Ihr Einsatz in der Polymeranalytik gestattet die Bestimmung der Taktizität – mit keiner anderen Methode können stereochemische Mikrostrukturen so gut aufgelöst werden.

Bei Homopolymeren kann zudem die Häufigkeit verschiedener konfigurativer Monomer-Triaden ermittelt werden, bei Copolymeren zusätzlich die Komposition sowie die konfigurative und kompositive Sequenzlängenverteilung. Darüber hinaus ermöglicht die Methode die Bestimmung von Kurzkettenverzweigungen sowie Endgruppen und kann zur Charakterisierung des Polymerisationsprozesses sowie der Entwicklung von Kunststoffen nach Maß beitragen.

Ein typischer Frequenzbereich eines hochauflösenden NMR-Spektrometers Frequenzbereich 15—300 MHz. Die benötigte Probenmenge liegt bei 10—100mg.

Folgende Kerne können detektiert werden: 1H (siehe Bild), 2H, 13C, 15N, 17O, 19F, 23Na, 29Si, 31P.



Bild: Strukturformel und 1H-NMR-Spektrum von isotaktischem Polystyren

Klicken Sie den Link für mehr Informationen