Ein elektromechanischer Antrieb ist eine der möglichen Antriebsarten für Universalprüfmaschinen bei quasistatischer Beanspruchung. In hohen Prüfkraftbereichen (bis 600 kN) dominiert der elektro-mechanische Antrieb. Hier werden praktisch verschleißfreie bürstenlose Drehstrom-Regelantriebe, digitale Regelsysteme und reibungsarme Kugelgewindeantriebe eingesetzt. Ein elektromechanischer Antrieb ermöglicht stufenlos einstellbare und exakt reproduzierbare Prüfgeschwindigkeiten von 0 bis auf Höchstgeschwindigkeit. Auch die Beschleunigung ist einstellbar. Schaltgetriebe und Kupplungen sind hier nicht mehr erforderlich. Für kleinere Prüfgeschwindigkeiten werden auch kostengünstige Gleichstromantriebe angeboten.
Elektromechanische Antriebe gewährleisten eine sehr genaue und überschwingfreie Positionierung der beweglichen Traverse.
Die Dynamik eines elektromotorischen Antriebes wird wesentlich von seiner Massenträgheit bestimmt, die aber bei gleicher Bauart überproportional zur Antriebsleistung ansteigt. Die Dynamik nimmt deshalb bei „großen“ Motoren ab. Gleichzeitig verringert sich die Qualität der Antriebsregelung. Bei Prüfkräften über 600 kN beginnt der Einsatz von Kugelgewindetrieben und -lagern problematisch zu werden. Für größere Prüfkräfte werden dann servohydraulische Antriebe oder Hybridantriebe eingesetzt.

Literaturhinweis

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