Der Zugversuch an Mikrozugprüfkörpern (Länge: 15 mm, Durchmesser: < 0,5 mm, Querschnitt: 1 mm2) unter Verwendung konventioneller Prüfeinrichtungen ist auf Grund des dominanten Auftretens von Einspanneffekten wie Querkräfte und Biegeeinfluss schwierig zu realisieren. Eine perfekte axiale Positionierung des Prüfkörpers in der Lastlinie ist nur mit erheblichem Aufwand zu bewerkstelligen. Deshalb wurden in den letzten Jahren Mikrozugprüfmaschinen (MZP) entwickelt, die entweder als Zusatzeinrichtung an eine Materialprüfmaschine angekoppelt werden oder als autarke Systeme betrieben werden.

Mit dem im Bild dargestellten Messaufbau einer Mikrozugprüfmaschine können, neben geringen Kräften im mN-Bereich mit Hilfe induktiver Wegaufnehmer, auch geringe Dehnungswerte mit einer messtechnischen Auflösung von 100 nm exakt ermittelt werden. Die Messsysteme erlauben eine präzise reproduzierbare kraft- und dehnungsgeregelter Versuchsführung bei quasistatischer Beanspruchung.



Mit dieser Mikrozugprüfmaschine kann das Festigkeits- und Deformationsverhalten von Mikrozuprüfkörpern, Faserbündeln oder Einzelfasern z.B. für die Ermittlung von Daten für Simulationsrechnungen effizient ermittelt werden.
Literaturhinweis

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